Deborah Levy: „Der Mann, der alles sah“ – In vielen Zeiten verloren

Buchcover von Deborah Levy: "Der Mann, der alles sah", aus dem Englischen von Reinhild Böhnke, Kampa Verlag, Zürich 2020 (Kampa Verlag, Deutschlandradio)Die berühmte Londoner Abbey Road bildet gleich zweifach den Ausgangspunkt von Deborah Levys neuem Roman: Ein Historiker versucht, sein Leben zu rekonstruieren. Aber Vergangenheit und Gegenwart scheinen untrennbar miteinander verknüpft zu sein.

Deutschlandfunk Kultur, Buchkritik

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Sternengezeugt

In ‚Sternengezeugt‘ befasst sich der Autor H.G. Wells erneut mit der Idee der Existenz von Außerirdischen, über die er in dem Roman ‚Krieg der Welten‘ bereits geschrieben hatte. Es entsteht der Verdacht, dass die Außerirdischen zurückgekehrt sein könnten – diesmal unter Verwendung kosmischer Strahlung, um menschliche Chromosomen durch Mutationen zu verändern und um die Spezies ihres eigenen sterbenden Planeten zu ersetzen.
Der Protagonist Joseph Davis, ein Autor populärer Geschichtsbücher, ist von den Gerüchten über den Plan der Außerirdischen, die er für Marsmenschen hält, extrem besessen. Er erwägt die Möglichkeit, dass Mutationen schon stattgefunden haben könnten und dass sein Kind, seine Frau und sogar er selbst bereits Marsmenschen sind. Der ironische und oft komische Roman ‚Sternengezeugt‘ schildert Entdeckungen in der Evolutionsbiologie und entwirft eine beeindruckende Zukunftsvision eines durch Genmanipulation optimierten Menschen.
Ein fantastisches Buch, das nicht nur Fans der Fantasy begeistert.

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