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Helsinki : Hanna Parry, Künstlerische Leiterin des Baltic Circle Festival

Hanna Parry
Die darstellende Kunst passt nicht auf den Bildschirm, der Mienenspiel, Gesten, Nuancen, Bewegungen und Aufmerksamkeit herausschneidet. Sie geschieht zwischen Menschen in Momenten, die sich nie in gleicher Form wiederholen. Das Internet ist voll von Versuchen, die Tätigkeit und das Tempo aufrechtzuerhalten, aber im Vergleich zum Film wirkt das Theater wie eine unbeholfene Aufzeichnung, und die Distanz zwischen einem Online-Festival und dem eigenen Sofa ermüdet.
Quelle: Goethe-Institut

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Die Sonntagsfrage : Kulturzeit spenden – wie läuft Ihre Unterstützungskampagne für Kulturschaffende, Frau Cappelluti?

Auf kulturzeiterin.de kann Kulturzeit gespendet werden – für jede Stunde Lesung, Konzert oder Theater, die jetzt wegen Corona ausfällt, sind pauschal 15 Euro angesetzt. Das Geld geht an Kunst- und Kulturschaffende in Frankfurt und Offenbach, die durch die Raster der Soforthilfe fallen. Wie das Charity-Projekt funktioniert, erklärt Initiatorin und Kultureventmanagerin Daniela Cappelluti.
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Bühnenbild : „Tradition der Vielfalt“

Inszenierung von Georges Bizets „Carmen“ unter der Regie von Stephan Märki am Konzert Theater Bern. Bühnenbild: Philip Fürhofer.
In kaum einem Land der Welt gibt es so viele Theater- und Konzerthäuser wie in Deutschland. Ob im kleinen Privattheater oder in großen Opernsälen – für das besondere Theatererlebnis sorgen immer auch die Bühnenbildner.
Quelle: Goethe-Institut

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Koloniales Erbe in den darstellenden Künsten : Die Umkehrung des kolonialen Blicks

Ensemble von „Die Kränkungen der Menschheit“.
Das Thema Postkolonialismus und damit verbundener Rassismus werden medial und gesellschaftlich viel diskutiert. Wie sich Theater dieses Themas annehmen können, zeigt die Inszenierung „Die Kränkungen der Menschheit“ von Anta Helena Recke an den Münchner Kammerspielen.
 
Quelle: Goethe-Institut

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Caracas : Génesis Alayón, Bildende Künstlerin

Portraitbild von Venezuela von Génesis Alayón
Ich kann dies mit einem endlosen Schauspiel vergleichen, in dem wir unser aller Wohlbefinden aufführen. Schon vor meiner Geburt haben alle sich vorgespielt: „Es geht schon alles vorbei“. Aber viele Schauspielerinnen und Schauspieler sind seither von der Bühne gestiegen, und andere waren gezwungen, das Theater zu verlassen. Diese Pandemie hat die Bühne mit Ungewissheit durchdrungen.
Quelle: Goethe-Institut

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Deutscher Übersetzerfonds: Über 300.000 Euro an 60 Stipendiaten vergeben

Die Jury des Deutschen Übersetzerfonds hat die Vergabe von 60 Stipendien in der Gesamthöhe von 317.500 Euro beschlossen. Berücksichtigt wurden Übersetzungen aus den Bereichen Lyrik, Theater, Kinder- und Jugendbuch, Graphic Novel sowie Sachbuch und Prosa. Die Statistik verzeichnet 23  Ausgangssprachen.
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Corona und Kultur: Wie man Künstlern und Kulturinstitutionen jetzt helfen kann


Theater, Kinos und Clubs sind geschlossen, Lesereisen und Konzerte abgesagt: Für viele Künstler fallen durch Corona alle Einnahmequellen weg. Dagegen lässt sich etwas tun – zumindest ein bisschen.
Quelle: SZ.de

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Fatale Corona-Folgen für Theaterverlage: „Wir brauchen Hilfe, Solidarität und Rücksicht“

Die Schließung von Kulturstätten wie Theatern aufgrund der Maßnahmen für die Eindämmung des Corona-Virus trifft nicht nur die Theater und Ensemble selbst. Bernd Schmidt, Vorsitzender des Verbands Deutscher Bühnen- und Medienverlage verweist ausdrücklich auf die fatale Situation der Theaterverlage, die sich vor allem durch Aufführungslizenzen finanzieren.
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Kulturpolitik in Ungarn: Nationales Verdummungsprogramm


Generalangriff auf Theater, Universitäten, Bibliotheken, Medien: Bei der gezielten Schwächung der liberalen Demokratie in Ungarn ist jetzt die Kultur dran. Ein Besuch.
Quelle: SZ.de

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Corona-Bekämpfung: München geht nicht mehr aus

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter hat entschieden, dass bis voraussichtlich 19. April alle öffentlichen Vorstellungen der städtischen Theater und der Münchner Philharmoniker entfallen. Städtische Museen und Bibliotheken bleiben geöffnet, allerdings bleiben die Bücherbusse im Depot. Andere Kulturinstitutionen zogen umgehend nach.
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Momox Gebrauchtwaren-Statistik: 271 Harry Potter Bücher pro Tag

Mitte März eröffnet in Hamburg das Theater zu „Harry Potter und das verwunschene Kind.“ Der Online Second-Hand-Händler Momox hat das zum Anlass genommen und die Verkaufszahlen von J.K. Rowlings Buchreihe auf seiner Verkaufsplattform Medimops ausgewertet.
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Unabhängige Lesereihe LIX in München: Lyrik trifft auf Prosa trifft auf Theatertext

Die unabhängige Lesereihe „LIX“ für „gegenwärtige Texte jeder Couleur“ findet seit 2019 im Münchener Theater HochX statt und startet nun ins zweite Jahr. Ziel ist die Präsentation von zeitgenössischer, avantgardistischer und unabhängiger Literatur.  
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Minnie Darke: Unter einem guten Stern – Roman

Sie glaubt nicht an das Schicksal. Doch dieser Mann ist für sie bestimmt …

Als Justine (Journalistin, Realistin, Schütze) ihrem Sandkastenfreund Nick (Romeo-Darsteller im Theater, Träumer, Wassermann) wiederbegegnet, wird ihr eines sofort klar: Eigentlich war sie schon immer in ihn verliebt. Und als sie erfährt, dass er sich stets nach dem Horoskop der Zeitschrift richtet, bei der Justine arbeitet, beschließt sie, ihm ein Zeichen zu senden. Heimlich nimmt sie Änderungen am Wassermann-Horoskop vor, um ihm zu zeigen, dass sie füreinander bestimmt sind. Doch Nick missversteht ihre Hinweise völlig – und er ist nicht der Einzige, der sich von den Sternen leiten lässt …

Quelle: Random House

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Sky du Mont über das Lesen und Schreiben von Büchern

Stuttgarter Buchwochen, kurz nach 18 Uhr. In einer knappen Stunde wird Sky du Mont auf der Bühne sitzen und aus seinem Buch »Jung sterben ist auch keine Lösung« lesen. Sky du Mont, den man natürlich aus Filmen wie »Der Schuh des Manitu«, »Eyes Wide Shut«, aber auch aus vielen TV-Produktionen kennt, benötigt keine lange Konzentrationsphase vor seinen Lesungen mehr. Schließlich habe er den Text selbst geschrieben. Dem Vorurteil, dass Promis ihre Bücher nicht selbst schreiben, begegnet Sky Du Mont immer wieder. Und tatsächlich hat er schon Kollegen erlebt, die kannten nicht mal die Infos aus dem Klappentext ihrer Bücher. Doch für ihn »geht das gar nicht«.

Als Buchautor hat Sky du Mont zunächst Krimis geschrieben, in seinen beiden letzten Bücher ging es ums Älterwerden. In »Jung sterben ist auch keine Lösung« steht ein 77 Jahre alten Mann im Mittelpunkt, dessen weit über 90-jährige Mutter, ihn immer noch dominant wie ein Kind behandelt. Mit seinem Leben oder mit dem Verhältnis zu seiner eigenen Mutter habe das nichts zu tun, betont Sky du Mont (71) im Gespräch. Natürlich glauben viele Leute, wenn ein Schauspieler ein Buch schreibe, dann seien das seine Memoiren. Ist das Buch also auch ein Spiel für die Medien, die über Promis vieles Schreiben, was nicht immer der Wahrheit entspricht?

Doch wie sieht es tatsächlich mit den eigenen Memoiren aus? Sky du Mont winkt ab, dazu sei er nicht wichtig genug und er wolle keine Anekdoten ausbreiten und erzählen.

Im Interview berichtet Sky du Mont auch von seinen Lesungen – als Soloprogramm oder als inszenierte Lesung zusammen mit Musikerin und Kabarettistin Christine Schütze – und er erzählt, warum er mittlerweile lieber auf Lesetour geht, als Theater zu spielen.

Hören Sie den Mitschnitt des vollständigen Interviews im Podcast des literaturcafe.de.

Beitrag »Sky du Mont über das Lesen und Schreiben von Büchern« veröffentlicht im literaturcafe.de.

(Mehr in: literaturcafe.de)

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Verleihung des Kinderhörbuchpreises 2018: Der BEO lebt

Geldscheine regneten vom Himmel und jede Menge schwarze Federn: Bei der diesjährigen Gala zur Preisverleihung des BEO für das beste Kinderhörbuch im vollbesetzten Hamburger Thalia Theater Gaußstraße wurde gestern Abend der Vogel abgeschossen.
  (Mehr in: boersenblatt.net News)

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Schriftsteller Franz Jung – Wie bringen wir Menschen in Bewegung?

Franz Jung. (Edition Nautilus)Im Berliner HAU-Theater kommt die Revue „Die Technik des Glücks“ über Franz Jung auf die Bühne: ein Dichter, Anarchist, Revolutionär und Schiffsentführer. Die Idee hatte Hanna Mittelstädt, Mitgründerin des Nautilus Verlags, der Jungs Schriften in 14 Bänden herausgegeben hat.

Deutschlandfunk Kultur, Lesart
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(Mehr in: Deutschlandradio Kultur – Literatur)

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Schweizer Buchpreis 2018 : Peter Stamm gewinnt mit Doppelgänger-Roman

Peter Stamm hat für seinen Roman „Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt“ (S. Fischer) den Schweizer Buchpreis 2018 erhalten. Die Preisverleihung fand am 11. November im Rahmen des Literaturfestivals BuchBasel im Theater Basel statt. (Mehr in: boersenblatt.net News)

Posted in LiteraturNewzs

Berliner Verlagspreis: Wagenbach gewinnt

Die Jury zeichnet im Deutschen Theater mit dem Wagenbach Verlag ein „Wahrzeichen der Berliner Verlagsszene“ aus. Die Förderpreise gehen an den Verlag Reprodukt und das Verlagshaus Berlin. (Mehr in: boersenblatt.net News)

Posted in LiteraturNewzs

Büchnerpreis 2018 für Terézia Mora – "Hütten sind immer offen, auch wenn Grenzen zu sind"

27.10.2018, Hessen, Darmstadt: Ernst Osterkamp (l), Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, übergibt im Darmstädter Staatstheater den Georg-Büchner-Preis 2018 an die deutsch-ungarische Schriftstellerin Terézia Mora (r). Der Preis ist mit 50 000 Euro dotiert. (dpa/Frank Rumpenhorst)„Es hätte schlimmer kommen können“, sagte Terézia Mora bei der Büchnerpreisverleihung im Staatstheater Darmstadt. Schlimmer, als 1990 mit einem ungarischen Abitur Studentin in der „neuen BRD“ zu werden und mit Büchners „Woyzeck“ anzufangen.

Deutschlandfunk Kultur, Fazit
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(Mehr in: Deutschlandradio Kultur – Literatur)

Posted in LiteraturNewzs

Neue Literatur aus Griechenland – Wieso Lyrik in Zeiten der Krise floriert

Ein Mann und eine Frau stehen zwischen Bücherregalen und lächeln sich an.  (Josh Felise / Unsplash )„Je schlimmer die Krise, desto voller die Theater“, sagt der griechische Autor Gerasimos Bekas. Die Wirtschaftskrise hat bei vielen Griechen das Interesse an Kunst und Literatur neu geweckt: „Das hat sehr viele Geschichten aufgewirbelt.“

Deutschlandfunk Kultur, Lesart
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(Mehr in: Deutschlandradio Kultur – Literatur)

Posted in LiteraturNewzs

Stadt Land Buch vom 10.-16. November : Nordische Gastländer

Der Lesemarathon STADT LAND BUCH steht dieses Jahr im Zeichen der nordischen Literatur. Rund 70 Veranstaltungen mit Autoren und Illustratoren der Gastländer Dänemark, Norwegen, Schweden, Finnland und Island sind in Berlin und Brandenburg geplant, darunter ein Lesemarathon. Den feierlichen Auftakt der Veranstaltungsreihe bildet die Verleihung des Berliner Verlagspreises im Deutschen Theater in Berlin. (Mehr in: boersenblatt.net News)

Posted in Buchbeschreibungen

All das hier von Alexander Kamber

Malte erhält von Ben einen Anruf, dass der gemeinsame Freund Finn bei einem Autounfall ums Leben kam. Da sich Maltes Freundin Anna für eine Stelle als Szenograf beim Theater beworben hat und sie zur letzten Bewerbungsrunde nach Stockholm eingeladen ist, will sie Malte nicht zur Beerdigung begleiten. Auch wenn er dafür nur wenig Verständnis aufbringt, … weiterlesenAll das hier von Alexander Kamber (Mehr in: BuchAviso)

Posted in LiteraturNewzs

Gastland der Frankfurter Buchmesse 2018: Georgien auf dem Museumsuferfest

Georgien, Ehrengast der Frankfurter Buchmesse (10.−14. Oktober), präsentiert sich bereits vom 24. bis 26. August auf dem Frankfurter Museumsuferfest − mit Konzerten, Theatervorführungen und landestypischen Köstlichkeiten. (Mehr in: boersenblatt.net News)

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Dichter, Deine Städte – Heinrich Mann und sein Lübeck

Der Schriftsteller Heinrich Mann, Porträtaufnahme aus dem Jahr 1931, digital koloriert| (picture alliance / akg-images)Das Theater, die Matrosen, der „Millionengestank“ der großbürgerlichen Nachbarschaft: Heinrich Manns Kindheit und Jugend waren stark von der Atmosphäre der Hansestadt Lübeck geprägt. Auch wenn Heinrich, der Träumer, diese früh verließ.

Deutschlandfunk Kultur, Länderreport
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(Mehr in: Deutschlandradio Kultur – Literatur)

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Ingmar Bergman: "Laterna Magica. Mein Leben" – Ein Leben wie ein Film

Buchcover Ingmar Bergman: "Laterna Magica. Mein Leben" (Alexander Verlag / imago/ZUMA Press)Liebe, Leid und Obsessionen: Zu seinem 100. Geburtstag erscheinen Ingmar Bergmanns Memoiren in einer Neuauflage. „Laterna Magica. Mein Leben“ ist ein rückhaltloses Bekenntnis zu seinen großen Leidenschaften: Theater und Film.

Deutschlandfunk Kultur, Buchkritik
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(Mehr in: Deutschlandradio Kultur – Literatur)

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Ingmar Bergman: "Laterna Magica. Mein Leben" – Ein Leben wie ein Film

Buchcover Ingmar Bergman: "Laterna Magica. Mein Leben" (Alexander Verlag / imago/ZUMA Press)Liebe, Leid und Obsessionen: Zu seinem 100. Geburtstag erscheinen Ingmar Bergmanns Memoiren in einer Neuauflage. „Laterna Magica. Mein Leben“ ist ein rückhaltloses Bekenntnis zu seinen großen Leidenschaften: Theater und Film.

Deutschlandfunk Kultur, Lesart
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(Mehr in: Deutschlandradio Kultur – Literatur)

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Brücke Berlin Literatur- und Übersetzerpreis: Burchuladze und Mikeladse-Bachsoliani prämiert

Der georgische Autor Zaza Burchuladze und seine Übersetzerin Natia Mikeladse-Bachsoliani erhalten für den Roman „Touristenfrühstück“ den mit 20.000 Euro dotierten „Brücke Berlin“ Literatur- und Übersetzerpreis 2018 der BHF Bank Stiftung. Erstmals wurde auch ein Theaterpreis vergeben. (Mehr in: boersenblatt.net News)

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Interview mit Feridun Zaimoglu – Folge 2 des Bachmannpreis-Podcast 2018 mit einem Zuschauer

Die 42. Tage der deutschsprachigen Literatur sind eröffnet. Am Eröffnungsabend sprach Wolfgang Tischer für die 2. Folge des Bachmannpreis-Podcasts mit Rudi Buchmüller, der seit Jahren als Zuschauer nach Klagenfurt reist und mit Feridun Zaimoglu, dessen sprachmächtige »Rede zur Literatur« sich gegen Fremdenhass und Fremdenhasser richtete.
Doch sind die überhaupt in der Lage, seine Worte zu versehen?
Wenn man am Eröffnungsabend einen Sitzplatz im Studio haben möchte, braucht man keine Eintrittskarte, man muss nur rechtzeitig anstehen, denn die frei verfügbaren Plätze sind am Vorabend der Lesungen begrenzt. Mehr als die Hälfte sind reserviert. Schon eineinhalb Stunden vor beginn stellen sich daher die ersten Menschen am Saaleingang an. Mit ganz vorn steht Rudi Buchmüller. Seit Jahren reist der Rentner aus Niederösterreich nach Klagenfurt, um jede der Lesungen und die Jurydiskussion live im Studio zu erleben. Wolfgang Tischer hat sich mit Rudi Buchmüller unterhalten. Am spannendsten, so Buchmüller, findet er die Jury-Diskussionen.
Der Eröffnungsabend wurde wie schon seit Jahren von Christian Ankowitsch souverän moderiert. Der Ablauf ist immer gleich: erst gibt es die Reden der Bürgermeisterin, von den Veranstaltern und Sponsoren. Dann wurde die siebenköpfige Jury mit ihren zwei neuen Gesichtern präsentiert, anschließend erfolgt die Auslosung der Lesereihenfolge. Die 14 Autorinnen und Autoren saßen brav auf einem langen Sofa, kamen in alphabetischer Reihenfolge nach vorn, um aus einer verspiegelten Box ihren Startplatz zu ziehen. Den Anfang wird am ersten Lesetag, dem 5. Juli 2018, Raphaela Edelbauer machen.
Sodann folgt zum Abschluss und als Höhepunkt des Abends die Klagenfurter Rede zur Literatur, diesmal von Feridun Saimoglu. Sie trägt den Titel »Der Wert der Worte«.
Wie erwartet glänzte Zaimoglu durch eine beeindruckend lyrische Sprache und durch einen intensiven Vortrag. Fremdenhass und Fremdenhasser standen im Mittelpunkt der Rede.
Der Rechte ist kein Systemkritiker, kein Abweichler und kein Dissident, er ist vor allem kein besorgter Bürger. Wer die Eigenen gegen die Anderen ausspielt und hetzt, ist rechts. Punkt. Wer für das Recht der Armen streitet, ist ein Menschenfreund. Punkt. Es gibt keinen redlichen rechten Intellektuellen. Es gibt keinen redlichen rechten Schriftsteller.
Ausschnitt aus der »Rede zur Literatur« von Feridun Zaimoglu
Die vollständige Rede kann auf der Website des Bachmannpreises nachgelesen werden.
Unmittelbar nach seinem Auftritt, unter dem wegen eines Regenschauers überfüllten Vordach des ORF-Theaters, hat sich Wolfgang Tischer mit Feridun Zaimoglu unterhalten. Unter anderem wollte er wissen, ob die, gegen die sich die Rede richtet, sie überhaupt versehen werden.
Viel Spaß beim Anhören der zweiten Podcastfolge!

Beitrag »Interview mit Feridun Zaimoglu – Folge 2 des Bachmannpreis-Podcast 2018 mit einem Zuschauer« veröffentlicht im literaturcafe.de.

(Mehr in: literaturcafe.de)

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Godot kommt – und zwar früher: Trassenpreissenkung ist erfolgt

Schnelligkeit ist eine Eigenschaft, die man nicht gerade mit politischen Entscheidungen verbindet. Auch nicht mit den grundlegendsten – wie einer Regierungsbildung zum Beispiel …

Manchmal ist man bei politischen Entscheidungen an Samuel Becketts absurdes Theaterstück „Warten auf Godot“ erinnert. Hier warten die Protagonisten Estragon und Wladimir – an einem kahlen Baum einer Landstraße – auf einen Unbekannten. Das einzige, was sie wissen, ist sein Name. Auch vorbeikommende Passanten können nicht helfen, sie stiften eher Verwirrung. Nur ein ängstlicher, scheinbar von Godot selbst entsandter Botenjunge weiß Bescheid. Sein Beteuern, Godots Ankunft verzögere sich nur, er komme ganz bestimmt, ist aber illusorisch: Godot kommt nicht. Nie. Die Handlung läuft ins Leere.

TRASSENPREISE NAHEZU HALBIERT
Dass Politik auch anders gehen kann, zeigt nun die weitaus früher als erwartet beschlossene Trassenpreissenkung. Eigentlich erst für 2019 angekündigt, wird diese noch 2018 umgesetzt. Und zwar ab jetzt. Seit 1. Juli, dem Maut-Stichtag, gilt diese.

175 Millionen Euro hat der Haushaltsausschuss des Bundestages für die Senkung der Trassenpreise abgesegnet. Die Trassenpreise werden dadurch nahezu halbiert – und die Bahn im Bereich des Gütertransportes wieder konkurrenzfähig zum Lkw.

Eile war aber auch geboten, rutschte der Marktanteil des Schienengüterverkehrs doch zuletzt sogar unter die 17-Prozent-Marke. Von 17,7 Prozent in 2016 auf 16,9 Prozent in 2017.

Die Trassenpreissenkung soll aber erst der Anfang sein: Im Koalitionsvertrag der Bundesregierung sind noch viele weitere Richtungsentscheidungen für eine Stärkung des Schienengüterverkehrs festgehalten. Man spricht vom „Masterplan Schienengüterverkehr und Elektromobilität“. In diesem berücksichtigt sind unter anderem: Ertüchtigung des Schienennetzes für den Betrieb von 740 Meter langen Güterzügen, Elektrifizierung des Schienennetzes, Senkung der Stromsteuer und EEG-Umlage, Automatisierung im Bereich Rangieren und Kuppeln, Aus- und Weiterbildungsoffensiven oder auch Privilegien wie eine Maut-Befreiung für Fahrzeuge im Vor- und Nachlauf zur Schiene zur Forcierung eines kombinierten Verkehrs.

DER DRUCK DER INTERMODALITÄT
Hierzu die Bundesregierung: „Für den Schienengüterverkehr bedeutet die Umsetzung der Maßnahme eine spürbare Verringerung der Kosten und eine nachhaltige Stärkung. Die Maßnahme ist für die Güterbahnen wirtschaftlich von hoher Bedeutung und zeitkritisch, weil die Unternehmen unter erheblichem intermodalen Wettbewerbsdruck stehen. Bereits existierende Verkehre, die dem Risiko unterliegen auf andere Verkehrsträger verlagert zu werden, können durch die Entlastung nachhaltig stabilisiert und für die Schiene gesichert werden. Zudem werden Anreize für neue Verkehre auf der Schiene gesetzt.“

Ziel bis 2050 ist es übrigens, den logistischen Marktanteil der Bahn auf 50 Prozent zu pushen …

Estragon: „Was sollen wir jetzt machen?“
Wladimir: „Wir warten …“
Estragon: „Ach ja.“
Schweigen.

Wir von der HDS International Group beraten Sie gern bei Ihren Transportkosten, zeigen Ihnen zuverlässige Einsparmöglichkeiten in Ihrer Logistikkette auf, geben Ihnen Handlungsempfehlungen und setzen mit Ihnen gemeinsam die aufgezeigten Potentiale um.

ÜBER UNS
Die HDS International Group verbessert seit über 13 Jahren die logistischen Prozesse ihrer Kunden, senkt Transportkosten und Emissionen. Über 1.000 Projekte haben wir erfolgreich begleitet. Wir verhandeln jährlich mehr als eine Milliarde Euro Frachtaufkommen und sind in den Bereichen der Rechnungsprüfung und Transparenzschaffung Marktführer in Europa. Über 100 mehrsprachige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit langjähriger logistischer Expertise bilden unser Kapital.

HDS International Group 2018 / Bild: Andreas Perhab (flickr) (Mehr in: PresseAnzeiger.de – FRANZIS Verlag GmbH Pressemappe)

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Internationaler Literaturpreis für Ivana Sajko – Wie prekäre Verhältnisse die Liebe ersticken

Die kroatische Autorin Ivana Sajko, aufgenommen am 13.03.2009 bei einer Lesung auf der Leipziger Buchmesse. (picture-alliance / dpa-ZB / Thomas Schulze)Ivana Sajko war eine Teenagerin, als der Jugoslawien-Krieg ausbrach. Die Gewalt des Krieges hatte sie in ihrem Romandebüt „Rio Bar“ und zahlreichen Theaterstücken verarbeitet. Und auch ihr neues Buch „Liebesroman“ zeigt einen Krieg zwischen zwei Menschen.

Deutschlandfunk Kultur, Lesart
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(Mehr in: Deutschlandradio Kultur – Literatur)